Zahnunfall, ausgeschlagener Zahn

UNSER LEXIKON

Sie suchen weiterführende Informationen oder haben Fragen zu zahnmedizinischen Begriffen? In unserem Lexikon haben wir Ihnen umfassende Informationen von A wie Achsiographie bis Z wie Zahnersatz zusammengestellt.

Da es für den Laien in der eventuell angespannten Notfallsituation oft nicht einfach zu entscheiden ist, ob es sich bei dem geschädigten Zahn um einen bleibenden oder einen Milchzahn handelt, ist es wichtig, jeden Zahn grundsätzlich als bleibenden Zahn zu betrachten und Schritte einzuleiten, die es möglich machen, diesen zu retten. Handelt es sich bei dem ausgeschlagenen Zahn um einen bleibenden Zahn, kann dieser vom Zahnarzt wieder replantiert (zurückgesetzt) werden.

Wichtig ist dabei:

Rettungsbox für ausgeschlagene Zähne
Rettungsbox für ausgeschlagene Zähne

Den Unfallort nach Zahnbruchstücken oder den ausgeschlagenen Zähnen absuchen. Den Zahn nicht säubern (hierdurch können Zellen auf der Oberfläche geschädigt werden, die für die Regeneration notwendig sind). Den ausgeschlagenen Zahn nur an der Zahnkrone anfassen, die Wurzeloberfläche darf nicht berührt werden. Den Zahn in ein geeignetes Transportmedium legen. Am besten eignet sich (sofern vorhanden) eine Zahnrettungsbox. Ist der Unfall im Kindergarten, der Schule oder in einer Sportanstalt passiert, fragen Sie, ob eine solche Zahnrettungsbox vor Ort ist. Falls keine Zahnrettungsbox verfügbar ist, kann der Zahn auch in kalter H-Milch, physiologischer Kochsalzlösung oder zum Feuchthalten in einen Gefrierbeutel gegeben werden. Allerdings sollte der Zahn in diesen Medien maximal 30 Minuten gelagert werden. Keinesfalls sollte der Zahn trocken gelagert werden (also nicht im Taschentuch oder in der Hand). Ebenso sollte der ausgeschlagene Zahn nicht selbst in das Zahnfach zurückgesteckt werden. Kontaktieren Sie umgehend eine Zahnarztpraxis oder den Notdienst und machen Sie sich schnellstens auf den Weg dorthin. Je kürzer die Verweildauer des Zahnes außerhalb des Zahnfachs, desto höher der langfristige Erfolg der Replantation.

Prüfen Sie, ob Ihr Kind gegen Wundstarrkrampf („Tetanus“) geimpft ist („Impfpass“). Bei äußeren Schürfwunden, Schleimhautverletzungen und bei der Wiedereinpflanzung herausgeschlagener Zähne muss zwingend ein Impfschutz gegen Wundstarrkrampf bestehen oder innerhalb von 24 Stunden aufgefrischt werden.

Facebook
×

Log in